Wer künstlerisch handelt, handelt aus sich selbst,
erschafft sich und einen Teil Welt.
Immer wieder. Immer neu.
Jeder Mensch verfügt über ein schöpferisches Potenzial und
kann daraus gestalten.
Schöpferisch tätig werden ist ein Gegenwartsgeschehen.
Es geht “von hier aus”, braucht die leere Fläche (die tabula rasa),
die Offenheit (open space).
Die Werkstatt als geschätzter Raum ist der Lernort.
Künstlerisches Handeln geschieht an einem Gegenstand.
Tun und Wahrnehmung bedingen sich dabei wechselseitig.
Künstlerisches Handeln folgt einem Impuls, eignet sich Getanes an,
entwickelt weiter, eröffnet neue Dimensionen.
Künstlerisches Handeln ist prozessorientiert,
braucht seine eigene Zeit, macht Zeitdauer erfahrbar.
Künstlerisches Handeln stellt Kontakt her, gestaltet Beziehung,
folgt einem dialogischen Prinzip und erzeugt Verbundenheit.
Es bildet Substanz, ist damit eine spezielle Form von Ernährung
für das Selbst und den sozialen Zusammenhang.
Künstlerisches Handeln ist selbstregulierend,
fördert Selbstentwurf, Autonomie, Authentizität,
Identität und bildet Ganzheit.
Bildprozesse werden zu Bildungsprozessen.
Damit ist Nachhaltigkeit gesichert.
Werte wie Selbstbewußtsein, Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl,
Selbstachtung werden gestärkt. Individuell und sozial.
Anerkennung wird zuteil.
Künstlerisches Handeln weckt Interesse, stärkt Eigensinn und Gemeinsinn
und ist eine Brücke zu mehr Lebendigkeit.
überall dort, wo es praktiziert wird.